Wohlfühloase oder Arbeitsfass ohne Boden?

Einer der größten Wünsche vieler Haus- und Wohnungssuchenden, ist ein eigener Garten – im Idealfall natürlich zur Alleinnutzung. Sozusagen einige (hundert) Quadratmeter eigener Wohlfühloase, welche der empfindsamen Seele zum Relaxen zur Verfügung steht. Vor allem wenn der Sommer ins Land einkehrt, und die Anzeigen für Grillbedarf die Supermärkte überschwemmen, wird dieses Bedürfnis fast unerträglich. Dabei wird oftmals vergessen, dass ein eigener Garten mit einem nicht unbedenklichen Ausmaß an Arbeit verbunden ist.

Auch diese Gartenarbeit wird von einigen aufgeklärten Personen als Balsam für die Seele bezeichnet, doch dafür ist auch die entsprechende Einstellung oder das nötige Kleingeld für einen Gärtner vonnöten, ansonsten kann einem die Freude am eigenen Garten schnell verdorben werden.

Wer im Sommer durch seinen Garten wie durch ein Schlaraffenland spazieren möchte, muss schon im Frühjahr mit den ersten Vorbereitungen beginnen. Samen wollen ausgesät werden. Optimalerweise erfolgt dabei die Vorzucht im Inneren des Hauses um bereits gestärkte und etwas größere Setzlinge Ende Mai aussetzen zu können. Diese sind im Vergleich zu ihren direkt im Freien gesäten Kollegen wesentlich robuster.

Bevor die Schützlinge jedoch nach draußen gesetzt werden können, muss die Erde vom Unkraut des letzten Jahres befreit, und eventuell mit etwas Humus gedüngt werden. Dies erspart das kontinuierliche Düngen während der Sommermonate. Chemische Düngemittel deren Rückstände die Qualität oder den Geschmack beinträchtigen könnten, werden damit vermieden.

Ein Zaun um die Obst- und Gemüseabteilung des Gartens hält größere Schädlinge fern und Rindenmulch direkt auf die Erde, verhindert größere Schneckenplagen.

Danach bedarf es bei den meisten Obst- und Gemüsesorten nur noch des regelmäßigen Gießens und des guten Zuspruchs. Zur Gartenarbeit in dieser Zeit gehört auch das ein- bis zweiwöchentliche Mähen des Rasens. Abgesehen davon kann man jedoch im Sommer seinen Garten genießen, den Grill aus der Garage holen und gegen Ende des Sommers die sprichwörtlichen Früchte seiner ernten.

Der unbeliebtere Teil der Gartenarbeit beginnt im Herbst, wenn Blätter regelmäßig entfernt und wenn im Winter der Schnee geschaufelt werden muss.

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